Lärchenholz bildet das Material und Lärchenstämme geben das Grundgerüst, aus dem vier Berliner Künstler ihre Arbeiten für die Reihe Salzachkunst schufen.
Das Spektrum der diesjährigen Kunstobjekte reicht von filigraner Plastik bis zum kirchturmhohen Objekt, von der Holzhängematte bis zum ersten Funkturm des Pinzgaues.
Am 12. August 2006 wurden dem Publikum die neuen Kunstobjekte bei einer Vernissage zum Thema SalzachKunst /2 vorgestellt.
Die Berliner Künstler Astrid Högner, Sebastian Kusenberg, Anna Reimann und Cyrill Tobias, die letztes Jahr in der Piesendorfer Au bereits Arbeiten zum Thema "Holz" gezeigt haben, präsentierten neue Kunstobjekte bei der Ortseinfahrt Piesendorf Ost und entlang des Tauernradweges.
Sebastian Kusenberg Astrid Högner
Cyrill Tobias Anna Reimann
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Lärchensteinbock - Cyrill Tobias
Ein Steinbock für Piesendorf. Symmetrien in der Natur und ihre Schönheit springen nicht immer gleich ins Auge. Man sieht vor lauter Wald die Lärche nicht, die über 100 Jahre in 1.160 m Höhe wuchs.
Jetzt kann der Betrachter mühelos herantreten und 29 Meter hinauf schauen, wo filigran gebogene Hörner, die längs aufgeschnitten, gebogen und mit Lärchendübeln fixiert wurden, in den Himmel ragen, deren Enden mit konischen Kupferhörnern geschützt sind.
Die Spannweite ist wetterabhängig und schwankt zwischen 9 Meter bei Regen und 12 Meter bei Sonnenschein - so wird der Lärchensteinbock zum Baumbarometer. Das transparente Befestigungssystem erhält die Kraft und die Leichtigkeit der Lärche und es lässt die Frage offen, ob ihr Stammt wieder im Erdreich verwurzelt ist oder nicht.
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Mann in den Seilen - Sebastian Kusenberg
Ein Vermittler zwischen Erde und Himmel, an einem malerischen Rastplatz am Tauernradweg, schwebt er in 3 Meter Höhe auf Drahtseilen, die zwischen 2 Lärchenstämmen gespannt sind.
Selbst aus Lärchenleisten gebaut, thematisiert er einerseits Entspannung, Schweben und Leichtigkeit und andererseits Konzertration während des Drahtseilaktes.
Dem Himmel ein Stück näher als die Menschen, die auf ihn schauen, zeigt er sich als genau konstruierter, aber luftiger Zeitgenosse, der in den Seilen hängt und einlädt, es ihm gleich zu tun - inne zu halten und für einen Moment die Gedanken schweben zu lassen. |
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Funkturm - Astrid Högner
Seit Mitte August hat ihn Piesendorf endlich, den eigenen "Funkturm". Angelehnt an sein gigantisches Vorbild, den 368m hohen Funkturm am Berliner Alexanderplatz, nimmt sich dieser im Pinzgau vor den imposanten Bergmassiven fast bescheiden aus. Doch am Salzachradweg bleiben die Spaziergänger und Radfahrer schmunzelnd vor dem 10m hohen Bauwerk stehen.
Die aus Berlin stammende Künstlerin Astrid Högner brachte ein Stück ihrer Heimat mit an den Ort. Wie beim Original das Dreh-Restaurant im Inneren, dreht es sich auch hier: ein zylindrischer Vertikalrotor überträgt die Windkraft auf die Kugel im Zentrum des Funkturms, die sanft vor dem idyllischen Panorama kreist.
Der erste Einsatz ist im Herbst geplant: über Keilriemen soll die erzeugte Energie für eine Wetterstation genutzt werden. Eine Anzahl von Lichtsignalen an der Spitze des Antennenmasts zeigt die Wetterlage an. Radio Piesendorf und Sonnberg TV sollen folgen... |
Hängematte - Anna Reimann
Die Hängematte - Sinnbild für Muße und Entspannung. In der Regel bestehend aus stofflichen Materialien, bietet dieses mobile, schaukelnde Möbelstück in der Natur die Möglichkeit, den träumenden Blick direkt in den Himmel oder in unser Selbst zu richten.
Die Hängematte aus Lärchenholzelementen ist in ihrer Form und Farbe an die sanften Wellen eines ruhigen, manchmal auch wilden Flusses angelehnt. |
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Cyrill Tobias - Lärchensteinbock
Sebastian Kusenberg - Mann in den Seilen
Anna Reimann - Hängematte